technisch einwandfrei - Druckgrafiken im Pasinger
Gesa Puell
Michael Golf
Thomas Sebening
Joachim Süßmuth
Unter dem Titel „technisch einwandfrei“ stellen ab 16. November drei Werkstattleiter und eine Werkstattleiterin an der Münchner Akademie der bildenden Künste im Pasinger Rathaus aus. Sie sind alle vier im Bereich Druckgrafik, speziell in den Bereichen Tiefdruck, Lithographie, Hochdruck und Siebdruck tätig. Arbeiten von ihnen fanden und finden nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland Beachtung. Die Verbindung nach Pasing gelang, da einer der vier Grafiker, Michael Golf, seit 10 Jahren Mitglied der „Offenen Ateliers Pasing“ ist. Die besonders beachtenswerte Ausstellung ist wieder vom Kulturforum München West e.V. begleitet und vom Verein Pasinger Mariensäule e.V. unterstützt.
„Pilzsammlung“
Michael Golf ist Leiter der Studienwerkstätte für Druckgrafik/ Siebdruck. In der für die Ausstellung eigens geschaffenen „Pilzsammlung“, die hier in sehr grober Rasterauflösung gezeigt wird, ist der Betrachter gezwungen, einen größeren Abstand zu den Drucken zu halten, um etwas zu erkennen. „Achtung, die Pilze sind giftig-tödlich!“, erklärt Michael Golf, denn die niedlichen Pilze entpuppen sich als Atompilze.
Natur versus Mensch-Geschaffenes im Spannungsfeld
Thomas Sebening, der die Radierwerkstatt der Akademie leitet und 1998 die Lithografiewerkstatt im Künstlerhaus einrichtete, schafft in seinen druckgrafischen Arbeiten ein Spannungsfeld gegensätzlicher Erscheinungsformen. „Ich setze organische Strukturen gegen architektonische oder minimalistisch-konstruktive Bildelemente, Natur versus Mensch-Geschaffenes“, so Sebening.
Verdichtete Strukturen
Joachim B. Süßmuth leitet an der Akademie die Werkstatt für Typographie und Hochdruck. Ihm ist daran gelegen, die uns umgebenden Strukturen in Auseinandersetzung mit traditionellen Sehgewohnheiten zu neuer Bildkunst zu verdichten.
Die Leichtigkeit festgehaltener Staubpartikel
Die Werkstattleiterin für Lithographie an der Akademie, Gesa Puell, wurde in Venezuela geboren. Ausgangspunkt ihrer Lithographien sind sehr grobkörnige und ganzflächig aufgewalzte Steinplatten. Stellenweise aufpoliert entstehen entweder Farbverdichtungen oder Leerflächen. „Mit meiner Technik verlieren meine Arbeiten nie die Wirkung von Leichtigkeit, sie erscheinen trotz ihrer Größe zart und fast nicht existent, wie festgehaltene Staubpartikel im Raum“, kommentiert die Künstlerin die hier gezeigten Werke.
Gemeinschaftsarbeit
Zu dieser Ausstellung bieten die vier Künstler eine gemeinsame Grafik an, in der alle vier Drucktechniken eingesetzt sind. Die Grafiken sind in der Auflage von 15 Exemplaren aufgelegt. und können zum Preis von 280,- Euro pro Blatt erworben werden.

